Tour Magdala – Rennes-le-Château

Der „Tour Magdala“ (= Turm der Magdalena) ist Teil eines Gebäude-Komplexes in Rennes-le-Château. Er diente einerseits als Aussichtspunkt ganz oben und im unteren Bereich zugleich als Bibliothek. Zu dem Gebäude-Ensemble gehören noch ein kleiner Park mit Orangerie und die „Villa Béthania„. Alles zusammen wurde von dem Dorfpfarrer, Abbé Bérenger Saunière, zwischen 1901 und 1907 erbaut. Der Gebäudekomplex schließt unmittelbar an die Dorfkirche „Sainte Marie-Madeleine“ an.

„Terribilis est locus iste“ – übersetzt „Dieser Ort ist Ehrfurcht gebietend“ oder auch „Dieser Ort ist schrecklich“ – so steht es mittig über der Eingangstür zur Dorfkapelle geschrieben.

Ich hingegen finde die ganze Gegend einzigartig schön. Von Pinien, Zypressen und Platanenalleen durchzogen kommt es dem, was man sich unter dem mystischen „Arkadien“, also dem Land des „Goldenen Zeitalters“, in welchem Menschen unbelastet von Arbeit und Anpassungsdruck, in idyllischer Landschaft, als zufriedene und glückliche Hirten lebten, sehr nahe. „Idylle“ ist vielleicht auch die passende Zusammenfassung.

Wir waren im Spätherbst, anfangs Dezember, dort. Bei milden 18 Grad Celsius tauchte die Sonne das Dörfchen in ein mildes, warmes Licht und warf lange Schatten.

Um Rennes-le-Château, den Abbé und seinen Bauwerken, inbesondere um die vom Abbé umgebaute Dorfkirche ranken sich schon seit Jahrzehnten eine Vielzahl von Mythen.

Mit ihrem Buch „Der heilige Gral und ihre Erben“ traten die drei britischen Autoren Henry Lincoln, Michael Baigent und Richard Leight zusätzlich etwas los, was sie wohl selbst nicht geahnt hatten und rissen das kleine Dorf aus dem langen Schlaf der Geschichte, machten es weltbekannt. Dabei hatten sie das meiste ihrer schönen Geschichte nach später eigenem Bekunden frei erfunden. Grund genug war das Buch jedenfalls, dass die Story auch Eingang in Dan Browns Buch (und seine Verfilmung) „Sakrileg-Der DaVinci Code“ fand.

Jedenfalls findet das Auge des Fotografen dort jede Menge Motive.